In Boston angekommen, bekamen wir es gleich mit der Immigration zu tun. Ein überaus netter Polizist stellte uns ein paar Fragen zum Aufenthalt. Nichts dramatisches. Doris übernahm diesen Part bravorös. Ich war für ihn nicht so interessant, durfte leider nichts erzählen. Der Flirt zwischen den beiden dauerte ca. 4 Minuten, dann ließ er uns weiterziehn.
Mit dem Taxi gings dann in die Boston Downtown zum Hotel. Bei der Bezahlung der Taxifahrt passierte uns gleich das erste Malheur - 10 Dollar zuviel Trinkgeld, hehe falsch umgerechnet ;) .. Das Umrechnen sollten wir aber noch lernen. Das Hotel in Boston bekam von uns eine Schulnote 3-. (Das Bett war eindeutig zu klein, die Luft zum Schlafen "ungeeignet")
Am frühen Montag-Morgen spazierten wir zuerst gemütlich durch die Bostner Innenstadt. Es war immerhin erst 6 Uhr. Da machten wir auch schon Bekanntschaft mit dem amerikanischen Frühstück. 6:30 am. und schon soviele Fragen, die man beantworten muss. Die unterschiedlichen Varianten waren mir am Anfang garnicht bewusst. Ich habe halt das bestellt, was ich verstanden habe, man möchte ja nicht der "Jerk" in der Schlange sein, der sich alles erklären lässt ;)
Public Garden ist auf jeden Fall sehenswert. Kleine, süße "squirrel" kreuzen ohne Scheu deine Wege, Sportler machen ihre Gymnastikübungen und im kleinen Teich schwimmen die Enten.
"Disco Duck - quack, quack"
Apropos Enten: Um 9:30 am. startete unsere Duck Tour. (See Boston by land and by sea in a World War II amphibious landing vehicle)
Also wenn man Boston besucht, gehört diese Tour einfach dazu. Weitere Must-See's sind auf jeden Fall der Quincy Market, der Freedom Trail, Beacon Hill sowie der legendäre Fenway Park, aber dazu später mehr.
Eigentlich per Zufall landeten wir vor dem Stadion der Boston Celtics und der Bruins (Basketball bzw. Eishockey). Geil, weil die Bruins die aktuellen Eishockey-Champions sind und den Stanley Cup nach Boston holten. Die ganze Stadt, öffentliche Institutionen und Firmen gratulierten mit riesigen Bannern dem Team - Ein Penner sah meine Freude in den Augen und bot uns prompt an, für einen Dollar ein Foto vor dem Stadion zu machen. Coole Aktion!
Den ersten amerikanischen Burger verspeiste ich in einem Restaurant am Qunicy Market. Der Burger war sowas von delicous, zur Vorspeise bekamen wir von der netten Bedienung gratis Nachos und ein großes Glas Wasser hingestellt. Das Wasser bekommst du wirklich in allen Restaurants, aber die Nachos sind wirklich eine feine Geste.
Nach dem Essen gingen wir noch kurz durch den Quincy Market, schauten uns noch kurz den Hafen und ein paar Touristenattraktionen an. Dann aber ein kleiner Einbruch, die Müdigkeit machte sich am frühen Nachmittag bemerkbar. Kein Problem, wir gingen aufs Zimmer und machten dort eine kleine Siesta.
LETS GO RED SOX!!
Das Spiel begann um 7:10 pm. und war um ca. 11:00 pm. zu Ende. Der Marsch vom Hotel zum Stadion war angenehm zu bewältigen. Es war auch eine gute Gelegenheit, die Menschen zu beobachten: Fast jeder Einheimische präsentierte irgendein Red Sox Fan-Utensil, die meisten ein Kapperl u. ein T-Shirt. Es war einfach ein geiles Gefühl, man glaubte die ganze Stadt lebt für Ihr Baseballteam. Der Zusammenhalt und der Stolz haben dort noch einen ganz anderen Stellenwert. Vom Patriotismus ist hier noch gar keine Rede ..
Anfangs kämpften wir mit den Baseballregeln. Das Spiel plätscherte ein wenig an uns vorbei. Nach dem 3. Inning war ich schon mittendrin statt nur dabei. Dorli kämpfte weiter, sie gab auf und beschränkte sich ausschließlich aufs Essen und Trinken. Achja die Verpflegung im Stadion war VOM FEINSTEN. Hotdogs, Popcorn, Nuts,
Für die meisten Amis ist so ein Baseballspiel ein klassischer Familienausflug. Die kleinen Kinder bekommen nur wenig vom Spiel mit, werden aber immer wieder erfolgreich durch das ständige Essen ruhiggestellt.
Der Patriotismus bzw. der Stolz für den Verein wird Ihnen auch ständig eingeimpft. Sei es die Nationalhymne vor dem Match, die immer wiederholenden Melodien in den Pausen oder die Ehrung von amerikanischen Soldaten. Du kommst nicht aus ;)
Fazit:
Boston ist etwas für kulturbewusste USA-Touristen und Sportfanatiker. Die Stadt hat wirklich viel zu bieten. Sie hat mMn einen leichten europäischen Touch (von den Gebäuden her vergleichbar mit England oder Irland). Leider konnten wir uns in Boston nur eineinhalb Tage aufhalten, ich wäre sehr gerne länger geblieben, aber es rufte die Stadt die niemals schläft ...
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